30.09.2025 –, Archäologische Werkstatt HdA
Sprache: Deutsch
Die Nahbereichsphotogrammetrie hat sich in der Archäologie zu einer unverzichtbaren Methode entwickelt, um Befunde und Funde metrisch genau, detailgetreu und dreidimensional zu dokumentieren. Sie erlaubt nicht nur eine anschauliche Visualisierung, sondern auch die langfristige Sicherung, Auswertung und Nachnutzung archäologischer Daten. Der Workshop richtet sich an Teilnehmer*innen ohne Vorkenntnisse und vermittelt die grundlegenden Arbeitsschritte: von der Planung der Aufnahmesituation im Feld über die systematische Erfassung von Bilddaten bis zur Verarbeitung in Photogrammmetrie-Software und der Erstellung maßstäblicher 3D-Modelle.
Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Anwendungen für die Grabungsdokumentation, darunter die Aufnahme und Auswertung von Plana und Profilen sowie die Ableitung GIS-fähiger Orthofotos und Geländemodelle aus den generierten 3D-Daten. Neben technischen Aspekten wie Kameraführung, Beleuchtung und Bildüberlappung werden methodische Fragen der Datenqualität, Maßstabsgenauigkeit, Dokumentationsstandards und Langzeitarchivierung behandelt. Die praktische Arbeit steht im Vordergrund: Den Teilnehmer*innen werden Rechner und vorbereitete Datensätze zur Verfügung gestellt, sodass die erlernten Schritte direkt umgesetzt und erste eigene Modelle erzeugt werden können. Ziel ist es, die Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, Nahbereichsphotogrammetrie fundiert und eigenständig als integralen Bestandteil archäologischer Grabungsdokumentation einzusetzen – von der Feldaufnahme bis zur GIS-gestützten Auswertung und nachhaltigen Datensicherung.